Montag, 01. Dezember 2008
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Musik MP3-News: Festivalbericht: Rock am Teich

Am 16.08. standen Bands wie iO, Leo Can Dive, The Clerks, Flowing Immo und viele weitere auf der Bühne am Hürther Bügerhaus. Bei diesem Open Air Festival strahlte nicht nur die Sonne! Dass der Teich und somit Namensgeber des Festivals schon lange nicht mehr existiert, stiftet bei Bands, die zum ersten Mal hier spielen, ein wenig Verwirrung. So zum Beispiel bei -Drummer Dennis: "Mit dem Teich habe ich nach wie vor gewisse Schwierigkeiten - mit dem nicht vorhandenen Teich!". Und obwohl das kühle Nass fehlt, ist mit den ersten beiden Bands trotzdem für genügend Erfrischung gesorgt, die einige Besucher auch bitter nötig haben. Wer in Hürth wohnt, der kennt sie: und . Sie haben den Vorentscheid für sich entschieden und dürfen auf der großen Bühne in die Saiten hauen. Fans der Bands powern sich schon hier gnadenlos aus. Als allererstes spielen . Das Sextett bezeichnet sich selbst als "One Of Hürths Finest Pop-Bands" und legt sich damit ein Image zu, das bei ihrer Liveperformance nicht für falsch empfunden wird. Die klassische Rockband-Besetzung Bass, Schlagzeug und Gitarre mit zusätzlichem Piano und Saxphon erzeugt in ihrer Gesamtheit einen mitreißenden Sound. Die Texte sind teils auf Deutsch, teils auf Englisch. Sänger Michel macht seinem Job als Entertainer alle Ehre, obwohl er leicht angeschlagen ist. Sein Kreuzbandriss macht ihm zu schaffen und er muss im Sitzen singen. Kaum hat das Konzert angefangen, schmeißt er Rockstar-like seine Krücken ins Publikum. Rückblickend ist Gitarrist Thomas Strauch zufrieden mit dem Auftritt seiner Band: "Es läuft natürlich nie alles perfekt und wir hätten einige Dinge noch besser machen können, aber wir hatten viel Spaß und noch viel wichtiger ist: Das Publikum hatte Spaß - und das konnte man sehen." Bald wird ihr neues Album veröffentlicht. Beim Probehören kamen schon die ersten Begeisterungsschübe: "Es gab Stellen, an denen keiner etwas gesagt hat, weil einfach alle bewegt waren. Genauso wie Stellen, an denen alle laut mitgesungen und getanzt haben. Ich denke gerade diese Vielseitigkeit ist eine tolle Sache." Vielfalt fehlt der Musik der Newcomer auf keinen Fall. Fünf Instrumente und drei Stimmen lassen viel Raum für Ideen und Kreativität. Zu "One Of Hürths Finest..."-Newcomern gehören auch . Die fünf Jungs betreten mit ihrer Musik die Gefilde des Indie-Rock. Nach der sanften Einführung in das Festival mit Pop-Rock wird jetzt richtig Dampf abgelassen. Obwohl der Sound nicht so gut ist und das Publikum ist anfangs eher zurückhaltend. Ab Mitte ihres Auftritts sind jedoch alle hellauf begeistert und feiern die Band. Timo Glüge, Schlagzeuger des Quintetts, erklärt sich die Soundprobleme folgendermaßen: "Wir wurden am Anfang sehr gehetzt und hatten nur 15 Minuten für den kompletten Umbau und etwas, was Ansätze von einem Linecheck hatte." Für die Band ist es bereits das zweite Jahr in Folge, dass sie bei Rock am Teich auftreten. "Im Prinzip war es fast so wie beim ersten Mal.", fühlt sich Timo noch einmal in die Situation zurück "Ein bisschen sicherer haben wir uns schon gefühlt." Besonders sicher haben sie sich gefühlt, weil sie es dem Publikum zu verdanken haben, dass sie diese Chance erneut nutzen dürfen. Im Vorentscheid ging es demokratisch zu und Catnip gewannen mit knappem Vorsprung von drei Stimmen gegenüber ihren Konkurrenzbands. Doch leider ist dieser Erfolgsschubs vorerst vergebens; Bennet verlässt die Band: "Unser Sänger wird die Band nach unserem vorerst letztem Auftritt am 21.08. im Blue Shell, bei dem wir supporten dürfen, verlassen." Mit neuem Sänger soll die Reise dann weiter gehen. "Der muss jedoch erst noch gefunden werden. Aber keine Sorge, ich denke Ende des Jahres wird man wieder einiges von uns hören", lächelt Timo zuversichtlich. Als neues Goldkehlchen kann man sich auf ihrer Myspace-Seite bewerben. Als anschließend (siehe Bild) die Bühne betreten, überzeugen die Alternativ-Rocker vom ersten Ton an mit absolut straighter und guter Musik, was die Publikums-Reaktion deutlich bestätigt. Schlagartig füllt sich die Fläche vor der Bühne mit tanzenden, hüpfenden und sichtlich begeisterten Musikfans. Nach einer Zugabe räumten sie das Feld für die Dämmerung und . Wie und ob The Clerks ins sonstige Line-Up des Festivals passen ist fraglich, allerdings haben sie die Laune der Besucher noch ein wenig mehr gen Himmel gepusht. Ihre Mischung aus Ska und Reggae hat noch das letzte Sommerfeeling aus diesem Samstagabend gekitzelt. Als Verstärkung haben sie sich gegen Ende des Auftritts noch den lokalen Rapper Gebull geholt. Der Spaß, den man auf der Bühne hatte, sprang auf die Leute über. "Ich war auf jeden Fall sehr positiv von der Reaktion im Publikum überrascht, alleine schon deswegen hat mich der Auftritt sehr begeistert.", meint Gebull, der eigentlich Michael Gebel heißt, zu seiner Performance "Aber auch das Gefühl mit einer Band auf der Bühne zu stehen ist überwältigend, als Rapper hat man diesen Luxus leider nicht oft." Die Umbaupause zwischen The Clerks und iO ist so lang, dass sich The Clerks kurz nach ihrem Auftritt dazu entscheiden, spontan im Publikum weiterzuspielen - mit Megaphon und Saxophon. Das freut die Besucher, da geht die Zeit gleich viel schneller rum. Gefühlte zehn Minuten später folgt dann eine dreiviertel Stunde danach der vom Moderator angesagte inoffizielle Headliner: betreten die Bühne und man merkt sofort, dass alle vier schon viel Live-Erfahrung haben. Das Publikum motivieren sie auf Anhieb. Während des Konzert werden Goodies vergeben: Plötzlich fliegen iO Fribees in die Menge. Nach dieser dreiviertel Stunde Soundcheck ist der Klang wirklich exzellent und die beeindruckende Stimme von Frontmann und eigentlich Soulsänger Charles Simmons kann sich ganz entfalten. Nach ihrem Auftritt steht das Quartett noch für Unterschriften und Plausch am Merchstand bereit. Der nächste Act, Flowing Immo, präsentiert eine Mischung aus Pop, Funk und Rap mit erschreckend stilechten Parallelen zu Helge Schneider. Es gibt viel zu Lachen und viel zu Staunen. Ansagen wie "Wir machen Rock am Teich. Am Teich saß ein Vogel, der flog fort, doch er wurde von einem Bagger überfahren und begraben. Der Bagger hieß Buddy und ihr habt alle einen Vogel. Das nächste Lied heißt 'Vogelfrei'" werden hier am laufenden Band gebracht. Abschließend spielt die The Doors-Coverband L.A. Woman, die dem Original sehr nahe kommt. Einige Zuhörer fühlen sich zurückversetzt in die Vergangenheit. "Was die Jungs von Hürth Rockt da jedes Jahr auf die Beine stellen ist einfach der Hammer!", sagt Thomas von Godswill lobend. Wieder einmal haben die Organisatoren ein kleines, aber feines Festival präsentiert, das vom Line-Up nicht unterschiedlicher, aber auch nicht abwechslungsreicher hätte sein können. Bildquelle: Jens F. Becker Autor: cb / mp3.de
 
Quelle: mp3.blogg.de Mehr Informationen zur Quelle Letzte Aktualisierung: 20.08.2008 15:19

 

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